AK “Berufsbild”
Donnerstag, 23. November 2006Am 22.11.2006 fand in Fulda die 2. Sitzung des Arbeitskreises Berufsbild im “Verband deutscher Archivarinnen und Archivare” statt. Der Fachbereich Informationswissenschaften wurde hierbei durch Frau Prof. Dr. Susanne Freund und durch mich vertreten.
Der Schwerpunkt dieser Sitzung lag in der Sammlung und Sichtung von Aussagen zum Berufsbild des Archivars. Hier wurde nicht nur ein Blick auf die aus den Archivgesetzen der Bundesländer ableitbaren archivarischen Aufgaben geworfen, sondern auch die Aussagen zum Berufsbild im Code of Ethics (ICA) und im EU-Report „Archive in einer erweiterten EU, Prioritäten künftigen Handelns“ näher beleuchtet und einer kritischen Prüfung unterzogen.
Die Ergebnisse dieser Prüfung zeichnen ein Berufsbild des Archivars, welches eine Symbiose aus den archivarischen Herausforderungen der Moderne (Stichwort: Digitale Langzeitarchivierung und Schriftgutverwaltung) sowie der Beherrschung der „klassischen“ Archivarbeit bildet.
Teilnehmer der Arbeitskreissitzung
Zum Abschluss der Sitzung wurde durch Frau Prof. Freund das Ergebnis einer Evaluierung des Potsdamer Archivstudiengangs vorgestellt. Es zeigte sich hierbei ganz deutlich, dass der derzeitige Aufbau des Studiengangs, in Form eines integrativen und modularisierten Studiums, bereits jetzt die Studierenden für die Aufgaben und Herausforderungen der Zukunft bestens wappnet. So erwerben die Studenten des Fachbereichs Informationswissenschaften u.a. Kompetenzen im Bereich Digitalisierung & Bestandserhaltung, Records Management, Langzeitspeicherung und Management von Informationseinrichtungen. Hierbei kommen die „klassischen“ Kompetenzen eines Archivars, die mit einer Stärkung des Schwerpunkts „historische Bildungsarbeit“ einhergehen werden, natürlich nicht zu kurz.
Teilnehmer der Arbeitskreissitzung
Nichtsdestotrotz werden, wie die Durchführung eben dieser Evaluation im Sommersemester 2006 gezeigt hat, die heutigen Lehrinhalte den teilweise geänderten Anforderungen an das Berufsbild und den praktischen Erfahrungen der Studierenden laufend angepasst.
Hier geht es zum entsprechenden Artikel auf der Internetseite der FH Potsdam.


